Workshop Texte 2011

Annaberg-Buchholz, in der Zeit von 28. 09. – 03. 10. 2011

Liebe Teilnehmer,

der 14. Internationale Bergbau & Montanhistorik-Workshop ist vor kurzem zu Ende gegangen. Es war wieder eine gelungene Veranstaltung und ich danke dem gesamten Organsiations-Team und allen Mitarbeitern im Hintergrund für ihren Einsatz und die hervorragende Planung und Gestaltung des Workshops.

Wie bereits in meiner Eröffnungsrede erwähnt bot der Austragungsort – Annaberg-Buchholz ideale Voraussetzungen für die Workshop-Tagung. Dennoch war eine gezielte Vorbereitung notwendig, um die Vielzahl an Vorträgen und Exkursionszielen so gut wie möglich zu organisieren. Das Ergebnis war erlebenswert!

Die Eröffnungsfeierlichkeit in der Bergkirche St. Marien, nahe dem Marktplatz, bot den Teilnehmern einen beeindruckenden Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Der hierfür produzierte und gezeigte Film von Thomas Klug mit Bildern von Sven Schreiter, Jens Kugler und Holger Lausch über die gegebenen Exkursionsziele ergänzte sehr gut die Eröffnungsfeier.

Die in den nächsten Tagen stattfindenden Vorträge waren von hervorragenden Inhalten geprägt. Dank des Tagungsbandes mit einem Umfang von über 300 Seiten und vielen Farbbildern, konnte man nachträglich die zeitlich komprimierten Vorträge in Ruhe nachvollziehen.

Natürlich, wie schon im Film angekündigt, kamen die Teilnehmer bei den Exkursionen voll auf den erwarteten Genuss. Eine Bestätigung für die gute Vorbereitung. Das schöne herbstlich warme Wetter war „wie bestellt" eine wertvolle Ergänzung.

Auch die Abendprogramme im „Kartoffelkeller" und das rustikale "Tscherper-Essen" in einem geschlegelten Keller waren toll besucht. Hier konnten die Kontakte und Freundschaften, die sich im Laufe der Jahre entwickelt hatten, sehr gut intensiviert und vertieft und neue Freundschaften geschlossen werden. Am Freitagabend gab es Abendbrot in einer „rustikalen Wismutkneipe im Stil der 60er Jahre" und anschließend einen Vortrag über den Film „Sonnensucher". Für manche nicht neu, aber sehr beeindruckend, die Geschichte der „Wismut" vom Anbeginn nach dem zweiten Weltkrieg bis zum Niedergang.

Am darauf folgenden Tag, am Samstag den 01. Oktober, gab es vormittags wieder interessante Vorträge. Abschließend stand die Vorstellung des 15. Internationalen Workshops am Programm. Die gezeigten Bilder des kommenden Tagungsortes in Bleiberg / Kärnten, Österreich versprechen einmal mehr einen schönen Workshop im Jahr 2012.

Nach den folgenden Halbtagsexkursionen war der Höhepunkt der Tagung für 19.00 Uhr angesagt. Der Berggottesdienst in der St. Annenkirche war für alle Teilnehmer sicher ein persönlich, berührendes „Highlight", beginnend mit dem Einzug der historisch gewandeten Bergleute, der Knappschaften und der festlich gekleideten Kindergruppe. Beeindruckend auch die Ansprache von Herrn Pfarrer Loderstädt und natürlich die Darbietung des Chores.

Der Festabend im Erzhammer war geprägt von vielen, in Freundschaft geführten Gesprächen, gelungenen Kurzfilmdarbietungen und Danksagungen an die Akteure. Den offiziellen Abschluß des Abends bildete die Übergabe der „Workshop-Transparente" an den Veranstalter der nächsten Tagung im Jahr 2012, in Vertretung übernommen vom Netzwerksprecher. Das gemeinsame Singen des Steigerliedes durfte nicht fehlen.

Die am Sonntag und Montag durchgeführten Exkursionen, beziehungsweise „Praxis-Tage" waren eine wertvolle Ergänzung zum gesamten Workshop.

Im Namen des Netzwerkes danke ich für die zahlreiche Teilnahme.

Dank auch an alle, die zum Gelingen dieser schönen Tagung hier in Annaberg-Buchholz beigetragen haben.

Wie bereits angekündigt findet der

15. Internationale Montanhistorik & Bergbau-Workshop
in Bad Bleiberg in Kärnten, Österreich
in der Zeit von 03. bis 07. Oktober 2012 statt.

Über weitere Neuigkeiten und Aktivitäten werden wir Sie das NETZWERK-Team und das ORGA -Team vom 15. Workshop, umgehend informieren!

Für Ihre Anfragen stehe ich Ihnen persönlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Viele Grüße und

GLÜCK AUF

Ing. Guido Wostry
(Netzwerk-Sprecher)

Mühlbach, 14. Oktober 2011


Wegweiser Workshop 2011 auf einer größeren Karte anzeigen

Der Trailer für den diesjährigen Workshop ist jetzt online.

Am Sonntag ,den 02.10.2011 findet am Grubenfeld des „St. Briccius“ am Pöhlberg der „Praxistag“ des diesjährigen Internationalen Montanhistorik-Workshops statt.

In einer Halden- und Steinrückenlandschaft eingebettet, findet sich ein Grubenfeld, welches sich durch seine abwechslungsreichen und dicht beieinander liegenden Grubenräume für die Durchführung verschiedenster Workshops unter reellen Bedingungen anbietet. Aber auch über Tage wird ein abwechslungsreiches Angebot die verschiedenen Interessen bedienen.

Inhalt

Abwechselnd werden zwei Halbgruppen im Wechsel eine Wanderung durchführen und den Praxisteil durchlaufen.

Zielstellung ist es, einen angeregten Informationsaustausch über die praktischen Arbeitsweisen in der semi-professionellen Altbergbauforschung zu ermöglichen und die handwerklichen Aspekte der Wiedererschließung eines Grubengebäudes anzusprechen.  Die Workshops richten sich ausdrücklich sowohl an erfahrene Altbergbauveteranen, als auch an interessierte Laien.

Je nach Thema soll Grundwissen (z. B. Erste Hilfe) vermittelt werden, eine spezielle Technik erklärt werden (z. B. Vermessung mit Hängezeug)  oder verschiedene Strategien vergleichend betrachtet werden (z. B. Geleucht).

„Do it yourself“ wird an vielen Stellen möglich sein!

 

Die einzelnen Workshops, Stand 08-2011 (üt = über Tage/ ut = unter Tage)

W1 – Einführung in die Einseiltechnik (üt)

W2 – Befahrungssicherheit & Erste Hilfe (ut)

W3 – Biwak unter Tage (ut)

W4 – Fotografie unter Tage (ut)

W5 – Vermessung von Grubenräumen (ut)

W6 – Dokumentation unter Tage (ut)

W7 – Masseförderung (ut)

W8 – Geleuchtarten (ut/üt)

W9 – Schachtbefahrung (ut)

 

Außerdem werden je nach Unterstützung folgende Themen angeschnitten:

- Gewölbe – die hohe Kunst der Grubenmaurer (üt)

- Schmelzversuche mit Erzproben (üt)

- Orientierung in komplizierten Grubenbauen (ut)

- Die Herstellung von Holzrohren/Gerinnen (üt)

- Dendrochronologie – der Strichcode des Holzes  (üt)

Die Wanderung soll einen Überblick über verschiedene, mit dem Bergbau eng verbundene Bereiche bieten. So ist die geomorphologische Situation in Annaberg mit ihrem markanten Tafelberg Pöhlberg und seinen „Butterfässern“ Ausgangspunkt der Wanderung. Es bietet sich ein guter Überblick über die einzelnen Annaberg-Buchholzer  Teilreviere und einen Blick zum markanten Erzgebirgskamm.

 

Ablauf

Beginn ist 9:00 Uhr am Treffpunkt.

Treffpunkt ist der Parkplatz an der Pöhlbergauffahrt (Ernst-Roch-Straße).

Diese ist an der B 95 (Robert-Blum-Straße) oberhalb des „Kät-Platzes“ ausgeschildert.  Nach ca. 800 m befindet sich links – unmittelbar an den „Butterfässern“ – der große Parkplatz.

Am Treffpunkt werden sich die Teilnehmer in 2 Gruppen aufteilen.

Teilgruppe 1 wird in aller Ruhe vormittags die Wanderung absolvieren (bis ca. 11:30Uhr) und nach einem Imbiss sich am Nachmittag der Praxis zuwenden.

Teilgruppe 2 wird auf direktem Wege zum Grubenfeld laufen (ca. 20 min) und dort die Workshops besuchen. Nach einem Imbiss wird gegen 13:00 Uhr der Rückweg als Wanderung gestaltet.

Aus organisatorischen Gründen ist es sinnvoll, wenn sich Gruppen von 5 Gästen mit ähnlichen Interessen zum Befahren der einzelnen Workshop-Stationen zusammen schließen.

Die individuelle Abreise ist natürlich möglich und durch den einfachen Wegeverlauf kein Problem. Eine Abmeldung wäre seitens der Organisatoren wünschenswert.

 

Besonderheiten

Das Grubenfeld liegt im Landschaftsschutzgebiet und auf privaten Grundstücken, dementsprechend ist es nicht möglich mit dem PKW bis an die Grube zu fahren. Für Teilnehmer, welche keine langen Fußwege zurück legen können, aber dennoch teilnehmen möchten, wird während des Workshops eine Lösung gefunden, bitte dafür rechtzeitig im Tagungsbüro melden.

Es wird dringend darum gebeten, dass die Wege nicht verlassen werden und jeglicher Müll wieder mitzunehmen ist oder in Mülleimern zu entsorgen ist.

 

Voraussetzungen

Der Anmarschweg und die Wanderung erfordert wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk. Die eigene Befahrerausrüstung ist im Rucksack mitzuführen.  Benötigt wird für untertage: Helm, Geleucht, Stiefel, Grubenkleidung, Handschuhe und ggf. Workshop-Spezifische Ausrüstung (z. B. Fotoapparat, Seilausrüstung etc.)

Helme und Stiefel können nur sehr begrenzt bereit gestellt werden!

Die untertägigen Workshops sind söhlig zugänglich. Der Bergbau des 15.-17. Jh. erfordert jedoch stellenweise ein gebücktes Gehen, sowie seitliches Abstützen.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Aushängen und den Handblättern während des Workshops.

Fragen, Anregungen, Mitarbeit bitte an:

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Tel. 0172-3556059

 

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dokumentation  frderung
geleucht erste-hilfe
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Eine Bestätugng der Anmeldung erhalten sie in ein paar Tagen, sobald die Exkursionsplätze verbindlich gebucht sind.
Überweisen Sie den Tagungsbeitrag (45€) bitte auf folgendes Konto:

Empfänger: Falk Meyer
Kontonummer: 0651517402
Bankleitzahl: 87080000 / Commerzbank AG Chemnitz
Verwendungszweck: 
IMW 11 und Ihr Familienname
BIC: DRES DE FF 870
IBAN: DE24 87080000 0651517402

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